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Wenn die Spontanität siegt.

Autor: Nils | Datum: 26 Dezember 2014, 16:14 | 0 Kommentare

Weihnachten extrem! Da die Weihnachtssaison ja bereits im September angefangen hat, dachte ich nicht, dass sich Heilig Abend und die Weihnachtstage nochmal stark davon abheben. Oh, wie ich mich geirrt habe! Die Läden füllten sich von Tag zu Tag und am 24. war häufig kein Durchkommen mehr, die Woche vor Weihnachten habe ich jeden Tag bei einer oder zwei langen Proben für die Weihnachtskantate oder das Weihnachtsmusical verbracht und freie Zeit war auf einmal ein Luxusgut. Nach etlichen Proben und Vorbereitungen der Aufführung der Kantante am 21.12, ging es einfach mit der gleichen Prozedur in der anderen Kirche mit dem Musical weiter, dass im Heilig-Abend-Gottesdienst aufgeführt wurde. Ich war also rund um die Uhr beschäftigt. Zusätzlich war Simon ja noch bei mir und für einen Tag eine US-amerikanische Freiwillige und ich durfte Cebu City präsentieren (was eigentlich auch einen Blogeintrag verdient hätte).

So war der Weihnachtsabend so schnell da, wie wohl noch nie zuvor und ich war erschrocken, als ich am Nachmittag zur letzten Probe in der Kirche saß. Ich schwitzte (aufgrund der Temperaturen) und konnte noch nicht alle Schritte für meinen Tanzpart und so rückte Stunde um Stunde vor, ohne dass ich mir bewusst machte, dass ganz bald der Zeitpunkt kommt vor dem ich wohl am größten Respekt hatte: „Weihnachten ohne die Familie, zuhause und die Routine“.

Und doch fühlte ich Weihnachtsstimmung: auf dem Weg zur Kirche in der Dunkelheit Mandaue Citys, in Hemd und langer Hose, mit etwas Aufregung gefüllt und einem freundlichen „Malipayong Pasko“ auf den Lippen. Ja, das war Weihnachtsstimmung wie ich sie kenne und es freute mich so sehr, weil ich sonst häufig gehört habe, dass die Hitze ein Killer dieser Stimmung ist.

Im Gottesdienst fühlte ich mich total gut, die Weihnachtsstimmung füllte mich aus und ich saugte den Augenblick in mich auf.

Danach war eigentlich geplant, dass wir zu einigen Freunden aus der Jugend zum Essen gehen und dort den Abend verbringen, da wir aber noch zwei weitere spontane Einladungen zum Essen bekommen haben und unsere Gastgeber uns ermutigt haben alles mitzunehmen wurde der späte Heilig Abend zu einem wunderschönen Staffellauf. Bei der ersten Familie, mit der ich auch durch die Arbeit befreundet bin war das Essen, die Stimmung und die Gespräche so gut, dass wir die Zeit verpassten und sehr lange blieben. Dort habe ich mich so ruhig und entspannt gefühlt und ich wusste genau, dass es die richtige Entscheidung war dort zu sein! Nach vollen und stressigen Tagen im gesamten Dezember mit Proben an jedem Abend der 24 Tage fühlte ich mich hier genau richtig!
Simon und ich sind dann weitergezogen, haben bei meinem Pastor noch eine Portion Spaghetti gegessen (nach dem bereits fürstlichen Mahl zuvor) und haben uns dann gemeinsam auf den Weg zum eigentlichen Ort gemacht. Großteile meiner Jugend waren dort schon versammelt und wir kamen gerade noch pünktlich zum Mitternachtsfeuerwerk. Da der 25.12. hier der Hauptweihnachtstag ist wird reingefeiert und zwar wirklich eindrucksvoll. Nach dem Feuerwerk lief der Abend mit Essen, Karaoke und einfach Spaß am Zusammensein noch bis spät in die Nacht.

Auf dem Weg zurück nach Cebu City hatte ich ein wahres Hochgefühl und das an dem Tag vor dem ich so großen Respekt hatte.

Im Nachhinein bin ich froh immer „Ja“ gesagt zu haben: zur Weihnachtskantate einen Abend vor der ersten Probe am 1. Dezember; zum Duett im Weihnachtsmusical, auch wenn es mich immer über eine Stunde kostet nur dort hinzugelangen und die Proben kurzfristig sehr verschiebbar sind; zum Heilig Abend in drei verschiedenen Familien; zum Jahr und Weihnachten auf den Philippinen.

Spontanität siegt, hier ganz besonders und sie ermöglicht Erlebnisse und Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Dieses Weihnachtsfest war wunderbar und ich wünsche allen, dass sie auch ein frohes Fest verbringen! Malipayong Pasko, Merry Christmas und Frohe Weihnachten!

Euer Nils

 

***Jetzt kommen Simon und ich langsam zur Ruhe, genießen unsere Ferien und werden für Neujahr nach Leyte in Simons Ort fahren.***

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