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Das Warten aufs Donnerwetter.

Autor: Nils | Datum: 06 Dezember 2014, 12:13 | 1 Kommentare

02.12. Dienstag: Am Morgen regnet es. Das ist nicht ungewöhnlich. Häufiger regnet es zwar am Nachmittag, aber man kann es nicht ausrechnen. Im Laufe des Tages hört es auf. Verrückterweise war es das letzte Mal für fünf Tage...

 

04.12. Donnerstag: Ich liege mit heftigen Kopfschmerzen im Bett. Bereits zum zweiten Mal hier auf den Philippinen hat mich das Fieber gepackt. Ich verschlafe Großteile des Tages und rühre mich nur um zu trinken, denn es ist wichtig, dass ich viel Flüssigkeit zu mir nehme. Eine Paracetamol hilft auch ganz gut, aber mehr Sachen bekomme ich nicht organisiert an diesem Tag. Zwischendurch erhalte ich einige sehr beunruhigende SMS...

 

06.12. Samstag: Immer noch kein Regen. Seitdem ich auf den Philippinen bin ist das die zweitlängste Trockenperiode. Es könnte natürlich auf das Ende der Regenzeit zugehen, aber da haben schon viele meiner Ansprechpersonen gesagt, dass die noch einige Zeit anhält. Ich glaube, dass es sich irgendwie aufstaut. Das ist meteorologisch nicht richtig, aber ich habe das Gefühl. Warum?...

 

04.12. Donnerstag: ...SMS von Simon: „Wir warten auf den Taifun.“ „Also mittlerweile ist es ein Supertaifun, wird bei dir auch schon vorbereitet?“ „Es fahren keine Fähren mehr.“ „Wir sollen uns bei den Behörden melden.“ „Bist du sicher untergebracht?“ „Wenn es Überschwemmungen gibt ist es nicht gut, wenn du allein im Erdgeschoss bist.“ SMS von meiner Programmkoordinatorin:„Bunker bitte etwas Essen und Getränke.“

Zuvor habe ich nur von davon gehört, dass ein Taifun kommt und da habe ich mir keine Sorgen gemacht. Taifune waren bisher starke Regenfälle, mehr nicht. Aber mit diesen SMS. Untätig im Bett liegen. Argh! Und ich weiß nur, dass der Supertaifun bald kommen soll. Ich kenne noch keine Stärke, keine Zeit, Nichts. Hui. Selbst als Realist wird man in so einer Situation etwas unruhig (was an diesem Tag hieß, dass ich mal eine halbe Stunde am Stück wach war).

 

05.12. Freitag: Mir geht es nur halb besser, aber ich muss mich wenigstens bei einigen Familienangehörigen melden, die schon nachgefragt haben und dazu schleppe ich mich kurz in die Internetzone im UCCP Tagungshaus. Der Supertaifun soll am nächsten Tag ankommen. Wenigstens geht es mir dann wahrscheinlich wieder besser. Die Möglichkeit ins Tagungshaus zu flüchten oder ins VCMC ist da.

 

06.12. Samstag: ...Mir geht es wieder ganz gut. Zwar habe ich seit zwei Tagen keine Nahrung zu mir genommen und fühle mich dementsprechend schwach, aber das hole ich mit meiner ersten Mahlzeit wieder nach. Ich treffe meine Programmkoordinatorin, die mich auf den aktuellsten Stand bringt: Cebu City ist nicht im Zentrum des Supertaifuns, der sich mittlerweile auch schon ziemlich abgeschwächt hat. Man sollte während des Regens im Zimmer bleiben, aber wir haben hier nichts Schlimmes zu befürchten. Puh! Durch die Erfahrungen des Supertaifuns Haiyans im letzten Jahr sei man vorsichtiger geworden und ist lieber etwas zurückhaltender mit netten Prognosen. Ich soll ohne Angst in die Geschichte reingehen und den Sonntag einfach nicht zu weit von meinem Zimmer weg sein.

 

Das war eine halbe Woche von mir, die ganz viel mitgebracht hat: Respekt vor einem Supertaifun und seinen Prognosen. Krankheit und die daraus folgende Hilfsbedürftigkeit. Erleichterung, weil alles nicht so schlimm werden soll. Spannung vor einem heftigen Regenfall. Eine langgestreckte Wartezeit, in der ich drei Tage hintereinander dachte, dass gleich der Sturm beginnt (Donnerstag-Samstag). Ach, es ist alles so spannend! Und ich bin trotz allem total froh gerade hier zu sein!

Mir geht es jetzt aber wieder in allem gut, ich bin nicht in Gefahr und melde mich nach der kurzen Zwangsauszeit im Zimmer wieder. Denkt bitte alle mit an die Menschen, die in stärker betroffenen Gegenden leben.

Euer Nils

 

Ein Feuerwerk aus Lichtern

Autor: Nils | Datum: 03 Dezember 2014, 10:21 | 0 Kommentare

Da geht man nichts ahnend Toilettenpapier kaufen und wird von vielen bekannten Gesichtern abgefangen. Es ist der 1. Dezember und damit die Nacht der Lichter am neuen Gebäude des VCMC. Das Krankenhaus, in dem ich meine letzten zwei Monate bereits verbracht habe, baut nämlich an. Und dieser Anbau ist im Vergleich zum alten Gebäude etwa dreimal so groß. Seitdem ich hier bin und tagtäglich am Neubau vorbei laufe hat sich schon richtig viel getan. Und das wurde gefeiert. Anlässlich des Dezemberanfangs. Es schien zuerst ein normaler Gottesdienst vor dem Gebäude zu sein, zwar durch Autos beeinträchtigt, aber generell im Ablauf wie ein normaler UCCP Gottesdienst.

 

Irgendwann bekamen alle Kerzen, die zusammen mit den Kerzen auf einem großen Adventskranz entzündet wurden. Nach der Message von Reverend Gamba zum Thema „Licht des Lebens“ wurden alle Lichter ausgeschaltet, die um das neue Gebäude zu finden sind. In einem Kreis aufgestellt hat die versammelte Gemeinschaft „Shine Jesus Shine“ gesungen und dann runtergezählt: 5, 4, 3, 2, 1, 0... nichts...alle Lichter springen an. Das neue Gebäude ist verziert mit Weihnachtsschmuck und bunten Lichtern. Weihnachtslieder ertönen und alle freuen sich über den großen Schritt hin zum neuen Krankenhausgebäude.

Und das ist noch nicht genug. Feuerwerkskörper fliegen vom neuen Dach in den Nachthimmel, dem klaren Mond entgegen. Ein Moment, der einigen der Versammelten vielleicht ein paar Tränen in die Augen gespült hat, den es war ein ergreifender Augenblick nach langer Arbeit, dass so ein Gottesdienst auf den Stufen des neuen Krankenhauses durchgeführt werden kann.

 

Ich kenne den Eröffnungstermin nicht, aber vielleicht habe ich noch das Glück und kann im Sommer des nächsten Jahres die Eröffnung erleben. Wenn das nicht wieder ein Feuerwerk wird.

Am gleichen Abend wurde auch der große Weihnachtsbaum im Kreisel erleuchtet und mit einem Feuerwerk wurde der Dezember begrüßt.

Oder wie Jay, ein Freund von mir zusammenfasst: „Feuerwerk macht glücklich!“

Bei mir war das definitiv richtig an diesem Abend!

 

Das ganze Spektakel habe ich übrigens in T-Shirt, kurzer Hose und Flip-Flops erlebt, nur mal als Erinnerung, dass es 28 Grad Celsius waren.

 

Eine frohe und gemütliche Adventszeit wünsche ich euch allen!

 

So beginnt es also!

Autor: Nils | Datum: 17 November 2014, 12:01 | 0 Kommentare

„Mit einem Pferd fängt alles an.“ - dieses Zitat ist aus einem meiner absoluten Lieblingsfilme, Lucky Number Slevin.

Doch heute habe ich eine ganz andere Wahrheit erfahren. Mit der Geburt fängt alles an. „Nils, wusstest du das nicht vorher?“. So simpel und stumpf es klingt, es ist einfach wahr und das wurde mir heute ganz besonders bewusst.

Drei kleine Mädchen haben während meiner Schicht im Krankenhaus (VCMC) das Licht der Welt erblickt und ich durfte dabei sein. Für einen 19-jährigen Abiturienten, wie mich, ist das schon was Einzigartiges. Ich war zuvor nur bei einer Geburt im Kreißsaal und an die erinnre ich mich nicht wirklich, weil ich da aktiv dran teilgenommen habe (und Nein, ich habe noch kein Kind geboren).

Bisher habe ich nicht viel von meinem Leben im Krankenhaus berichtet, weil es eher für mich wichtig, interessant und gut ist und es nichts ist, was man unbedingt berichtet. Aber dieser Tag heute war besonders: die Mutter, die ihre Tochter zum ersten Mal angesehen hat, ihr einen Kuss gab, um dann erschöpft, aber mit einem Lächeln wieder in ihr Kissen gefallen ist.

Im Krankenhaus ist der Kampf für das Leben zwar allgegenwärtig, aber es geht häufig darum das Leben zu verlängern, Krankheiten zu bekämpfen, Menschen zu helfen. Es war anders im Kreißsaal, es herrscht eine andere Atmosphäre, es geht darum das Leben zu beginnen, ein (oder bei der ersten Geburt auch zwei) Kind(er) in die Welt zu setzen, den Startknopf zu drücken.

„Ich bin 19 Jahre alt und du bist noch nicht bei Minute 19“, habe ich gedacht und dem Kind alles Gute gewünscht, dass es ein ähnlich glückliches und angenehmes Leben führen kann, wie ich es bisher erfahren habe.

Diese drei Augenblicke, als die Babys zur Welt kamen, das erste Mal schrien, die werde ich nicht vergessen. Diese Momente waren ganz intensiv!
Das erste Lied im der Zwillinge war übrigens „Fireworks“ von Katy Perry, dass der Anästhesist laufen hatte.

Ein sehr bewegender Tag war das!

 

Die entscheidende Frage

Autor: Nils | Datum: 10 November 2014, 12:04 | 0 Kommentare

Es gibt einige Dinge, die man sich in seinem Leben fragt. Huhn oder Ei? Sinn des Lebens? Warum die Erde rund ist? Brot oder Reis? Schwarz oder Weiß? BVB oder...naja, da stellt sich eigentlich keine Frage.

Aber dass ich mir diese Frage jemals stellen würde, da habe ich nicht mit gerechnet: Warum habe ich keinen einzigen schlechten Tag in den letzten zweieinhalb Monaten erlebt?

Verrückt oder? Das habe ich mich am letzten Wochenende nicht nur einmal gefragt. Selbst als ich vor einiger Zeit krank war habe ich mich nicht einsam gefühlt oder würde diese Tage als schlecht bezeichnen.

Ich vermisse meine Familie und Freunde natürlich logischerweise, aber es ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Es ist mehr, dass ich mir bewusst mache, wie reich ich beschenkt bin. Ich war noch nicht traurig, mache jeden Tag neue Erfahrungen und erlebe einfach Dinge, die ich nicht langweilig finde!

Zweieinhalb Monate. Es gibt die kleinen Dinge, mit denen man nicht klarkommt, die einen bewegen und beschäftigen, aber am Ende jeden Tages liege ich im Bett und denke „Hammer, morgen geht’s weiter!“.

Warum kam mir diese Frage am Wochenende? Ich war in Tacloban, dem Zentrum der Taifun-Katastrophe des letzten Jahres. Taifun Haiyan (hier Jolanda) traf die Inseln Samar und Leyte (mit der Hauptstadt Tacloban) am heftigsten und in deutschen Zeitungen konnte man fast immer von Tacloban oder der Stadt Ormoc lesen, da dort die meisten Menschen leben und leider auch umgekommen sind. Ich habe mit einigen Menschen sprechen können, die sich unter Tischen versteckt haben, damit die abhebenden Dächer und Decken sie nicht erschlagen, mit Menschen, die sich in höhere Stockwerke retten konnten, da ganze Etagen überfluteten und mit Familien, die sich stundenlang im kalten Wasser schwimmend retten konnten! Diese Menschen, die hatten schlechte Tage. Genau vor einem Jahr, aber auch immer noch. Man sieht bei Touren durch Tacloban noch sehr deutlich, dass hier ein Taifun gewütet hat. Man sieht Zerstörung und die unglaubliche Kraft von Naturgewalt. Natürlich gibt es auch schon viele wiederaufgebaute Gebäude, Hilfseinsätze von NGOs oder Hoffnung.

Ich war wirklich beeindruckt von vielen Menschen, mit denen ich in Kontakt gekommen bin. „Jolanda Survivor“. „I survived Typhoon Jolanda!“-Shirts haben die Leute getragen und wir waren eingeladen zum ersten Geburtstag einer Familie nach dem Taifun. Und tatsächlich haben wir dort „Happy Birthday“ für die Familie gesungen.

 

Aber es gab auch einen unfassbar schweren Moment für mich, auf den mich Simon aufmerksam gemacht hat: am Samstagabend wurden in ganz Tacloban Kerzen an die Straße gestellt und angezündet. Dieses Candle-Light war eine Zeremonie zum ersten Gedenktag von Haiyan. Simon sagte: „Fast jede dieser Familien hat jemanden zum Gedenken.“ Und damit hat er Recht. Wer in Tacloban lebt und kein Familienmitglied verloren hat, der gehört nicht zur Mehrheit.

 

Noch kurz zum Programm des Wochenendes. Nachdem ich den Freitag bei Simon in Kananga an seiner Stelle im National Heroes Institut (Schule) verbracht habe, sind wir zusammen mit der US-amerikanischen Freiwilligen Angela, dem Bischof der Ost-Visayas-Jurisdiction und seiner Frau Ma’am Dobert nach Tacloban gereist, wo wir empfangen wurden.

Am Samstagmorgen gab es dann einen großen ökumenischen Gottesdienst und danach einen Protestmarsch durch Tacloban. Den haben wir natürlich nicht aktiv mitgestaltet, da wir erstens keine philippinische Staatsbürger sind und zweitens noch nicht genug wissen.

Am Nachmittag gab es Ausstellungen verschiedener NGOs (Non-Government-Organisations) und Abends das angesprochene Candle-Light Programm. Am Sonntag haben wir noch eine Tour durch Tacloban gemacht, damit ich meine eigenen Augen an das Ausmaß der Katastrophe gewöhnen kann. Ein Beispiel ist ein großes Schiff, dass an dem Ort liegt, wo früher eine Siedlung war und das sogar bis auf eine der Straßen ragt. Aber auch andere Gebäude sind noch lange nicht wieder aufgebaut. Verrückter- und meiner bescheidenen Meinung nach inkorrekterweise steht schon der neue McDonalds und eine große Mall. Mit Sicherheit war das nicht so günstig und wer weiß, wie vielen Familien damit hätte geholfen werden können.
Das war ein klitzekleiner Einblick in meine Zeit in Tacloban. Es war sehr eindrucksvoll und ich hoffe dort noch einmal hin zurückkehren zu können.

Am Sonntag haben der UCCP Generalsekretär und ich dann unser Schiff verpasst, sodass wir in einem wunderschönen Restaurant mit Meerblick zusammen mit den anderen essen und ausspannen können. Und ja, auch das gehört zu meinem Jahr und an diese schönen Momente werde ich mich noch lange erinnern, wie ich mit dem Bischof und dem UCCP Generalsekretär ein Bierchen getrunken habe.

 

Liebe Grüße zurück in Cebu City

Nils

 

„I feel it in my fingers...

Autor: Nils | Datum: 01 November 2014, 12:59 | 0 Kommentare

...I feel it in my toes. Christmas is all around us and so the feeling grows.“

Wer dieses Lied in dieser Version kennt, der weiß, dass ich in der letzten Woche eine Romantik-Komödie gesehen habe. Aber darum geht es gar nicht.

Meine letzte Woche habe ich auf der Insel Leyte, in Maasin City verbracht. Dort war von Montag bis Mittwoch das National Councils Meeting der UCCP, so etwas wie die Generalversammlung der Kirche. Simon, Emily und Angela (von der Presbiterianischen Kirche aus Amerika - PCUSA) waren zusammen mit mir als Freiwillige der Partnerorganisationen anwesend. Wir haben ziemlich Glück gehabt, da wir in einem Strandhaus eines Kirchenmitglieds wohnen durften und wir außerdem nicht bei jeder Diskussion anwesend sein mussten. So haben wir die interessanten Kirchenthemen mitbekommen und hatten außerdem einiges an Freizeit, die wir im Meer (schwarzer Sand/warmes Meer), im Ort, in einem ziemlich guten Coffee Shop oder zusammen im Strandhaus verbracht haben und ziemlich die Gemeinschaft untereinander und mit den Filippinos genossen haben.

Das National Councils Meeting ist die Hauptversammlung der UCCP, sodass alle Bischöfe, wichtige Vertreter der Kircheninstitutionen, viele Pfarrer und Konferenz Minister, sowie der Generalsekretär und der Kirchenvorsitzende anwesend waren, die wir alle kennenlernen durften. Bei dem Meeting ist mir klar geworden, wie groß und umfassend die UCCP auf den Philippinen ist. Hauptthema war die Situation in Tacloban in einem weiteren UCCP Krankenhaus, dem Bethany Hospital, das durch den Taifun vor einem Jahr zum Großteil zerstört wurde.

Die Tage gingen sehr schnell vorbei, aber da am Freitag noch das Souther-Western-Leyte Meeting war, bei dem Emily eine Präsentation gehalten hat, sind wir noch bis Samstagmorgen geblieben.

Den freien Donnerstag haben wir bei einem der ortsansässigen Pastoren verbracht und sind nachmittags zu den Hindang Höhlen gefahren. Es war ein eindrucksvolles Naturbild und unfassbar schön anzusehen. Wahrscheinlich hätten wir uns Stunden an diesem Platz aufhalten können, wurden aber so heftig von Moskitos zerstochen, dass wir auf den Berg geflüchtet sind. Dort haben wir Affen getroffen, die dort leben, aber auch schon vorher haben wir viele Affen gesehen, die uns über den Weg gelaufen sind und uns ganz gespannt beobachtet haben. Auf dem Berg angekommen haben wir uns entschieden die Zip-Line zu nutzen. Die ist 640 Meter lang und führt über und durch den Urwald an den Fuß des Berges. Ich durfte sie als Erstes benutzen und habe einen atemberaubenden Blick über den Wald, das Meer und die Berge gehabt. Leider waren die Sekunden auf der Zip-Line viel zu kurz um das alles in mir aufzusaugen.

Den Freitag haben wir dann bei dem nächsten Meeting verbracht, wo ich eigentlich nur aus gemeinschaftlichen Zwecken noch war, da es weder meine Konferenz, noch mein Jurisdiction betrifft. Aber es war ziemlich nett und so konnten wir noch einen weiteren Tag zu viert genießen.

 

Jetzt zurück zum Anfang. Weihnachten ist allgegenwärtig. Und in unserem neuen Lieblings-Coffee Shop liefen Weihnachtslieder rauf und runter. Das ist eigentlich nicht mehr das Besondere für mich, da ich daran schon gewöhnt bin, aber zum ersten Mal hatte ich/hatten wir wirklich Weihnachtsstimmung. Es war total schön dort zu sein und ich habe die Woche trotz der offiziellen Meetings, der vielen geschüttelten Hände und neu-getroffenen Autoritätspersonen unheimlich genossen.
Ich habe jeden Moment in mir aufsaugen können und die Woche war schon vorbei, bevor sie angefangen hat (vom Gefühl). Ich habe noch lange nicht alles von dieser Woche erzählt (von meiner abenteuerlichen Hinfahrt, Stromausfällen, Hitze, Pools, Essen, Treibhauseffekt und vieles mehr), aber es war einfach richtig gut.

„I feel it in my Fingers, I feel it in my toes, Christmas is all around us!“

 

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